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24.02.2016 Arburg: Eröffnet neue Montagehalle

Die Einweihung einer neuen Montagehalle feierte Arburg am Mittwoch, 17. Februar 2016, mit rund 140 Gästen. Dazu gehörten die am Bau beteiligten Unternehmen, Partner und Arburg-Mitarbeiter sowie der Landrat Dr. Klaus Michael Rückert, der Loßburger Bürgermeister Christoph Enderle und der Gemeinderat. Mit der neuen, 18.600 Quadratmeter großen Halle hat Arburg seine Kapazität für große Spritzgießmaschinen und individuelle Turnkey-Anlagen nochmals deutlich ausgebaut und belegt mit dem Neubau, dass Ressourcenschonung und Treue zum Standort Loßburg fest in der Unternehmensphilosophie verwurzelt sind. Der Landrat gratulierte zum "gelungenen" Bauwerk" und betonte in seiner Ansprache den hohen Stellenwert von Arburg und der Unternehmerfamilie für den gesamten Landkreis.

"Mit dieser Investition setzen wir erneut ein Zeichen in Sachen Umwelt, Standorttreue und Zukunftssicherung unseres Unternehmens", betonte Michael Hehl, geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Arburg-Geschäftsführung, in seiner Rede. Arburg fertigt alle Produkte ausschließlich im Stammwerk Loßburg, dessen Fläche sich durch die neue Montagehalle um rund 13 Prozent auf knapp 165.000 Quadratmeter vergrößert hat.

Neue Montagehalle bereits gut belegt
Ziel dieser Investition, die deutlich im zweistelligen Euro-Millionenbereich lag, war die Erweiterung der Kapazitäten für große Spritzgießmaschinen und individuelle Turnkey-Anlagen. "Dass die Nachfrage nach diesen Produkten sehr groß ist, zeigt die gute Belegung der neuen Montagehalle deutlich", freute sich der geschäftsführende Gesellschafter. Die neue Halle bietet z. B. Platz für 77 Maschinen-Prüfstände. Davon sind 38 für komplexe Fertigungszellen vorgesehen, die inklusive Peripherie aufgebaut und in Betrieb genommen werden.

Nur anderthalb Jahre Bauzeit
Im Namen der Bauherren und der Arburg- Geschäftsführung bedankte sich Michael Hehl bei allen am Bau beteiligten Unternehmen, Partnern und Arburg-Mitarbeitern: "Aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit, konnten wir das Gebäude nach einer Bauzeit von nur anderthalb Jahren wie geplant im Herbst 2015 beziehen, was für ein Bauwerk dieser Größenordnung und Qualität außergewöhnlich kurz ist."

Der maßgebliche Grund für die kurze Bauzeit war: Arburg hat bereits vor Jahrzehnten zukunftsorientiert in Richtung Modulbauweise gedacht. Die neue Halle entspricht im Prinzip der gläsernen Montagehalle, die im Jahr 2000 eingeweiht wurde, was die Planung erleichtert hat. Doch es gibt auch Unterschiede, z. B. bezüglich der Nutzung und dank der technischen Weiterentwicklungen bei den Materialien.

Hervorragende Energieeffizienz
Ein anschauliches Beispiel ist der Wärmedurchgangskoeffizient der Fenster. Dieser Wert hat sich innerhalb von 15 Jahren fast halbiert, was bei einer Glasfront von 8.500 Quadratmetern die Energieeffizienz deutlich steigert. Das belegt auch der Energieausweis des Neubaus, dessen Primärenergiebedarf mit einem Wert von 121 kWh/(m² a) ein Drittel unter dem gesetzlichen Anforderungswert liegt.

"Das ist für uns ein wichtiger Aspekt, da der schonende Umgang mit Ressourcen fest in unserer Unternehmensphilosophie verwurzelt ist und bei allen Investitionen eine wichtige Rolle spielt", betonte Michael Hehl. Als weitere Beispiele nannte er die Nutzung von Regenwasser, die Wärmerückgewinnung aus verschiedenen Prozessen, die natürliche Be- und Entlüftung, die optimale Nutzung des Tageslichts durch die große Glasfassade und Oberlichter sowie die Beleuchtung mit moderner LED-Technologie.

Darüber hinaus hat Arburg mit dem Neubau auch die Photovoltaikanlage um 390 kWp auf insgesamt. 1.520 kWp erweitert, was der Versorgung von rund 400 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Neben der Photovoltaik nutzt Arburg auch Blockheizkraftwerke und Windenergie. 2015 wurden rund 37 Prozent der benötigten elektrischen Energie selbst erzeugt.

Landrat dankt für Standorttreue und Zukunftsinvestition
Von dem Neubau zeigte sich der Landrat Dr. Klaus Michael Rückert sehr beeindruckt und dankte der Unternehmerfamilie für ihr unternehmerisches Wirken und die Zukunftsinvestition im Landkreis durch den Bau der neuen Montagehalle: "Dies zeigt, dass bei Arburg die Werte ‚Wachstum mit Augenmaß und Weitblick‘ sowie ‚Permanente Investition in modernste Infrastruktur‘ aktiv gelebt und umgesetzt werden." Der Landkreis und er seien sehr stolz, Arburg als Weltmarktführer und als ein der Heimat verbundenes Familienunternehmen im Landkreis Freudenstadt zu haben.

Weitere Bauprojekte in Loßburg
Für das langjährige Vertrauen bedankte sich Architekt Siegfried Schmelzle, Geschäftsführer Schmelzle + Partner Architekten BDA. Die neue Montagehalle war bereits das achte Projekt der seit 1999 bestehenden erfolgreichen Kooperation. Das neunte Projekt "Parkhaus" ist bereits im Bau und das zehnte, eine Halle für den Messebau, startet in Kürze.

In seiner Rede griff Siegfried Schmelzle das Thema von Michael Hehl auf, dass die neue Halle 22 im Prinzip der vorhandenen Halle 21 entspreche. "Doch Arburg wäre nicht Arburg, wenn man nicht alles, was damals gebaut wurde, erneut auf den Prüfstand stellen würde", erläuterte der Architekt. "So ist genau geprüft worden, was sich bewährt hat, welche neuen Technologien es gibt und was man besser machen kann." Daraus resultierend ergaben sich einige Neuerungen und Verbesserungen: Die neue Halle ist aus ökologischer Sicht nochmals deutlich besser geworden. Unter anderem ist sie effizienter und ressourcenschonender, es können doppelt so schwere Lasten bewegt werden und Schwingungsverhalten wurde deutlich verbessert. Das Fazit von Siegfried Schmelzle lautete: "Es war ein großartiges Projekt!" Als Erinnerung daran überreichte er zusammen mit seinem Partner Claus Matt eine Collage der Montagehalle, die sich aus 1.927 Baufotos zusammensetzt, an Michael Hehl.

Über Arburg
Der deutsche Maschinenbauer Arburg gehört weltweit zu den führenden Herstellern von Spritzgießmaschinen mit Schließkräften zwischen 125 und 5.000 kN. Hinzu kommen Robot-Systeme, kunden- und branchenspezifische Turnkey-Lösungen und weitere Peripherie. Seit 2013 ergänzt ein innovatives System für die additive Fertigung das Programm für die Kunststoffverarbeitung.
Das Unternehmen stellt das Thema Produktionseffizienz in den Mittelpunkt aller Aktivitäten und betrachtet dabei die gesamte Wertschöpfungskette. Ziel ist, dass die Kunden von Arburg ihre Kunststoffprodukte vom Einzelteil bis zur Großserie in optimaler Qualität zu minimalen Stückkosten fertigen können – z. B. für die Automobil- und Verpackungsindustrie, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik, Medizintechnik oder den Bereich Weißwaren.

Eine erstklassige Kundenbetreuung vor Ort garantiert das internationale Vertriebs- und Servicenetzwerk: Arburg ist mit eigenen Organisationen in 24 Ländern an 32 Standorten und über Handelspartner in mehr als 50 Ländern vertreten. Produziert wird ausschließlich im deutschen Stammwerk in Loßburg. Von den insgesamt über 2.500 Mitarbeitern sind rund 2.050 in Deutschland beschäftigt, weitere rund 450 in den weltweiten Arburg-Organisationen. Als eines der ersten Unternehmen wurde Arburg 2012 dreifach zertifiziert: nach ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umwelt) und ISO 50001 (Energie).

www.arburg.comwww.arburg.com



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